Polarlichter, Blitze und sogar die Sonne sind eindrucksvolle Beispiele für Plasma. Dank moderner Technik lässt sich heute auch kaltes Plasma erzeugen und technisch nutzen.
Plasma begegnet uns in der Natur also vor allem unter extremen Bedingungen. Mithilfe technischer Verfahren lässt sich jedoch auch kaltes atmosphärisches Plasma erzeugen, das sich deutlich von diesen heißen Plasmaformen unterscheidet.
Der einzige gemeinsame Punkt zwischen Blutplasma und physikalischem Plasma ist übrigens der Name „Plasma“. Blutplasma bezeichnet den flüssigen Bestandteil des Blutes, während physikalisches Plasma einen ionisierten gasförmigen Zustand der Materie beschreibt.
Neben fest, flüssig und gasförmig wird Plasma häufig als vierter Aggregatzustand bezeichnet. Es entsteht, wenn einem Gas ausreichend Energie zugeführt wird und dadurch geladene Teilchen wie Elektronen und Ionen entstehen.
Kaltes atmosphärisches Plasma
Bei kaltem atmosphärischem Plasma bleibt die Gastemperatur vergleichsweise niedrig. Dadurch unterscheidet es sich deutlich von den heißen Plasmaformen, wie sie beispielsweise in Blitzen oder in der Sonne vorkommen.
Was enthält Kaltplasma?
Kaltes atmosphärisches Plasma ist ein komplexes Gemisch aus verschiedenen geladenen und ungeladenen Teilchen. Je nach Art der Plasmaerzeugung können dabei unter anderem Elektronen, Ionen sowie reaktive Sauerstoff- und Stickstoffspezies (ROS und RNS) entstehen.